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Suchmaschinenoptimierer: Hobby oder Job?

Suchmaschinenoptimierer: Beweggründe für SEO & Marketing

Hier möchten wir mal aus eigener Erfahrung als Ex-Suchmaschinenoptimierer schildern, was die ürsprünglichen Beweggründe für solche Tätigkeiten gewesen sind. Unser Unternehmen hat damals vor allem Existenzgründer beraten, wie sie ihren Start in die Selbständigkeit optimal abwickeln können.

Dazu gehörte auch die IT-Technik. Zwischen 1995 und 1997 kamen dann die ersten Internetprojekte dazu. Alles ganz sparsam und auf kleinem Niveau. Rechtlich getrennt haben wir dann alles was mit EDV zu tun hatte von dem Beratungsgeschäft. Ein 2-Mann-Team kümmerte sich dann nur noch um das Internetgeschäft.

Hintergründe und erhoffte Vorteile als Suchmaschinenoptimierer dabei waren damals:

  • keine oder nur minimale Investitionskosten als SEO
  • altersunabhängig
  • internationales Geschäft
  • alle Branchen
  • haupt- und nebenberuflich möglich
  • auch als zusätzliches Standbein geeignet
  • sofortiges Einkommen
  • laufende Provisionen durch Partnerprogramme
  • keine Angestellten
  • keine Finanzierung nötig als Suchmaschinenoptimierer
  • als Suchmaschinenoptimierer standortunabhängig arbeiten
  • keine Ladenschlusszeiten
  • Vorkenntnisse vorhanden
  • geringe Fixkosten
  • freie Zeiteinteilung
  • keine Vorgesetzten
  • keine Personalführung
  • keine Karrierebeschränkung
  • Steuervorteile durch Partnergesellschaften
  • alle Kosten steuerlich abzugsfähig
  • große persönliche Entfaltungsmöglichkeiten
  • gute Zukunftsaussichten

Die ursprünglichen Gründe haben sich teilweise im Verlauf der Zeit von allein erledigt; andere Faktoren sind inzwischen deutlich wichtiger geworden. Wir wollten vor 12 Jahren keine Chefs mehr spielen müssen und uns mit Personalführung beschäftigen. Diese Entscheidung war richtig! Die Firma nicht um jeden Preis wachsen zu lassen, war auch richtig. Die erste Krise im IT-Markt hat dies ja auch bewiesen. Andere Punkte sind aber wenig rosig verlaufen und kamen unerwartet hinzu. Mehr dazu jetzt.

Suchmaschinenoptimierer zwischen Theorie & Praxis

Als unsere Agentur mit Suchmaschinenoptimierung anfing, steckte das alles noch in den Kinderschuhen. Als Quereinsteiger hatte man alle denkbaren Chancen, in diesem Markt Geld zu verdienen. So mancher Paradiesvogel konnte im Internet allein durch das Zauberwort "Suchmaschinenoptimierung" dicke Fische an Land ziehen. Siehe auich hier.

Von den vielen persönlichen Freiheiten wie lockere Arbeitszeit, geringe Investitionen und freie Zeiteinteilung ist nicht mehr viel über geblieben. Anfangs was das alles noch ganz lustig, aber der Erwartungsdruck stieg mit der Komplexität der Projekte. Man rutschte langsam aber sicher als Spezialist in die Gruppe klassischer Werbeagenturen, die zu diesem Zeitpunkt relativ wenig Ahnung von den Gepflogenheiten des Webs hatten. Und deren Auftraggeber erst recht nicht.

Großes Ärgernis der letzten 24 Monaten waren Ausschreibungen, in denen es um Online-Marketing-Konzepte ging, die aus unbekannten Gründen seitens der Auftraggeber allesamt nicht zum Tragen kamen. Da solche Vorbereitungen eine Menge Zeit & Geld kosten, sind wir zu kostenpflichtigen Aktionen über gegangen. Es kann nicht sein, dass man sich hinsetzt und viel Gehirnschmalz in pfiffige Projekte steckt, die sich dann jemand in die Schublade legt. Und nach 4-6 Monaten in leicht abgewandelter Form als eigene Kreation auf den Markt bringt. Von einigen Kandidaten haben wir uns komplett verabschiedet, weil deren Strategie ganz offensichtlich war.

Schauen wir realistisch 10 Jahre zurück, sieht das Fazit in etwa so aus:

  • keine oder nur minimale Investitionskosten
    Stimmt eigentlich vom Grunsatz her noch.

  • altersunabhängig
    Stimmt auch noch, aber man wird halt auch nicht jünger

  • internationales Geschäft
    Stimmt eindeutig, nur der Wettbewerb ist gnadenlos geworden. Dies schlägt sich auch auf die Preise für Dienstleistungen nieder

  • alle Branchen
    Stimmt nur theoretisch. Sicher läßt sich alles im Internet bewerben aber man muß sich konzentrieren um erfolgreich zu sein

  • haupt- und nebenberuflich möglich
    Professionelles Webmarketing kann man kaum vernünftig nebenher betreiben. Das war einer der Fehleinschätzungen der Vergangenheit

  • auch als zusätzliches Standbein geeignet
    Kann man zwar so sehen, aber bedarf einer genauen Betrachtung

  • sofortiges Einkommen
    Bei Leistungen die über Partnerprgramme wie Zanox & Co. abgerechnet werden können, stimmt das wenn die erbrachten Platzierungen bei Google gut waren. Ansonsten gibt es keine Garantie, dass der beworbene Shop oder so pünktlich seine Provisionen für Webmaster ausschüttet Risiko Nr. 1 in diesem Geschäft!!

  • laufende Provisionen durch Partnerprogramme
    Stimmt eindeutig, hat sich nichts geändert

  • keine Angestellten
    Ist nur teilweise richtig gewesen, denn man kann unmöglich alles alleine bewegen!

  • keine Finanzierung nötig
    Stimmt immer noch; Eigenfinanzierung ist die beste Möglichkeit um unabhängig zu bleiben.

  • standortunabhängig
    Stimmt so auf jeden Fall. Man kann quasi arbeiten wo man will. Ob das immer ganz glücklich ist, sei mal dahin gestellt.

  • keine Ladenschlusszeiten
    Gilt auch noch so. Nur sollte persönlich nicht immer um 24.00 Uhr der Laptop ausgeschaltet werden, sondern nach halbwegs geregelten Arbeitszeiten.

  • geringe Fixkosten
    Betrachtet man einen produzierenden Betrieb, sind deren Fixkosten natürlich deutlioch höher. Trotzdem sind die regelmäßig anfallenden Fixkosten in einem Büro mit Technik nicht zu unterschätzen.

  • freie Zeiteinteilung
    Fluch & Segen: Es sollte eine individuelle Stuktur bei den Arbeitszeiten existieren. Wenn nicht arbeitet man sich tot.

  • keine Vorgesetzten
    Stimmt immer noch so, nur ist man selbst für den eigenen Erfolg zuständig. Jede Fehlentscheidung baden dann später auch andere mit aus.

  • keine Personalführung
    Ganz ohne Personal funktioniert das Geschäft nicht, also haben wir Unterstützung gehabt. Nicht immer waren das glückliche Entscheidungen.

  • keine Karrierebeschränkung
    Was ist das denn???

  • Steuervorteile durch Partnergesellschaften
    Unsere Kosten haben wir durch Bürogemeinschaften gesenkt, was sich auch bei den steuerlichen Gegebenheiten bemerkbar gemacht hat.

  • alle Kosten steuerlich abzugsfähig
    Da das Ganze nicht im heimischen Wohnzimmer, Keller oder der Garage stattfindet, sind natürlich alle Betriebsausgaben abzugsfähig. Die Entscheidung für ein eigenes Büro mit allem drum und dran war richtig.

  • große persönliche Entfaltungsmöglichkeiten
    Ein Faktor, der nach wie vor wichtig ist. Geld ist nicht alles.

  • gute Zukunftsaussichten
    Das Internet & Nachfolgetechnologien wird es immer geben. Sind Nischen erfolgreich besetzt, muß man diese weiter ausbauen. Sich auf andere Themenfelder zu begeben, ist ohne gute Vorbereitung zum Scheitern verurteilt. In fast allen denkbaren Bereichen gibt es jemanden, der dort schon seit Jahren einen festen Platz hat. Und der räumt der nicht freiwillig.

Reine Suchmaschinenoptimierer braucht jetzt kaum noch einer. Spezialisierung auf bestimmte Technologien & Fachkompetenz beim Themenschwerpunkt ist gefragt. Was als Entscheidung auch richtig gewesen ist: Wachstum um jeden Preis in den neuen Märkten haben wir zum Glück nicht mitgemacht.

Ab einer gewissen Größe entgleitet häufig den Machern einer Agentur das Gefühl für die Realität und geht im Tagesgeschäft unter. Erst wenn unpopuläre Entscheidungen wie Entlassungen oder Konkurs anstehen, wachen einige plötzlich auf. Nur halt zu spät...

 

Suchmaschinenoptimierer im Jahr 2009

Freizeit-SEOs und Autodidakten werden in Agenturen kaum gebraucht, zumindest nicht wenn man die Stellenanzeigen durchforstet. Hinzu kommt, das viele Firmen / KMU Suchmaschinenoptimierung nebenbei selber machen und keine Spezialisten dafür bezahlen wollen. In manchen KMUs macht das der EDV-Leiter zwischen 19.30 Uhr und 21.00 Uhr. Über den Nutzen solcher Aktionen kann man sich streiten.

Der Trend geht unsere Meinung nach in zwei Richtungen:

  1. Freie Spezialisten arbeiten als Ex-Suchmaschinenoptimierer freiberuflich oder als SEO-Agentur am Markt. Sie sind von ihrem Können überzeugt, wissen wo es langgeht und haben ein Ohr am Markt. Das sind richtige Experten, die sich nicht unter Wert verkaufen müssen.

  2. Der weniger begabte Suchmaschinenoptimierer oder Quereinsteiger wird von Agenturen für einen Hungerlohn beschäftigt und hat kaum vernünftige Aufstiegsmöglichkeiten. Wenn er weniger Glück hat, läuft das Ganze noch unter Praktika. Die Suchmaschinenoptimierer die wirklich was auf dem Kasten haben, machen sich über kurz oder lang selbständig. Sie kennen ihren Marktwert und lassen sich nicht mit 2.000 EUR Brutto im Monat abspeisen.

Einen Trend haben wir an dieser Stelle noch vergessen. Immer mehr Auftraggeber machen Suchmaschinenoptimierung intern, nutzen also keine Agentur oder freien Spezialisten mehr. Ermöglicht wird dies u.a. durch viele Tools, die es vor 10 Jahren noch nicht gab. Gefördert wird dieser Trend noch durch Publishing-Werkzeuge, wie Wordpress, Typo3 oder Joomla, wo quasi ein erste Form der Suchmaschinenoptimierung schon mit eingebaut ist.

Noch mehr gilt dies für Onlineshop-Software, in denen die "eingebaute Suchmaschinenoptimierung" maßgeblich über den wirtschaftlichen Erfolg des Onlineshops entscheidet. Schauen wir uns alte Shopsysteme - damals waren es nur Perl- oder CGI-Warenkorbscripte - an, hätten die inzwischen nicht mehr den Hauch einer Chance auf Erfolg. Sicherlich kann eine gut optimierte Shopsoftware nicht alles sein, aber oft wird dafür ein "Shop Suchmaschinenoptimierer" eben nicht mehr gebraucht.

An Stelle des Suchmaschinenoptimierers tritt heute der Online-Marketing Berater, der auch neben SEO andere Themenschwerpunkte im Blickfeld hat. Und den kann zum Glück noch keine Software ersetzen.


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Kategorie: Suchmaschinen-Infos | publiziert: 22.11.2016